Mobiles Internet via HSDPA

HSDPA, oder wie es ausgeschrieben heißt High Speed Download Packet Access, wird oftmals als UMTS-Broadband verkauft und ist ein Übertragungsverfahren des bekannten Mobilfunkstandards UMTS. Der Clou von HSDPA ist die Übertragungsgeschwindigkeit, die sich mit der heimischen Internetanbindung definitiv messen kann.

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Wie funktioniert HSDPA?

Wie aber funktioniert HSDPA? Der Zweck ist klar, HSDPA soll die schnelle Übertagung von großen Datenmengen möglich machen und das von unterwegs. Um das zu erreichen, werden die zu übertragenden Daten mit Hilfe des sogenannten High Speed Downlink Shared Chanel (HS-DSCH) Verfahrens in Intervallen übertragen. Ein solches TTI (Transition Time Interval) hat eine Länge von genau 2ms. In dieser Zeit sendet ein HSDPA-fähiges Endgerät ebenfalls in Intervallen von 2ms Informationen über die Qualität des Kanals. Unter anderem auf Grundlage dieser Werte zur Qualität eines Kanals kann die UMTS-Basisstation anschließend entscheiden, welches der beteiligten Endgeräte wie viele der verfügbaren Kanäle zur Verfügung bereit gestellt bekommt.

Worin liegt der Vorteil von HSDPA?

Der Vorteil der HSDPA- Technik liegt in der Tatsache, dass kein Soft Handover praktiziert wird. Das bedeutet sämtliche Endgeräte empfangen zu jedem Zeitpunkt nur von einer einzigen Basisstation die jeweiligen Daten. Ein Wechsel der Zellen, welcher aufgrund der mobilen Anwendung auch weiterhin notwendig ist um den Qualitätsstandard sicherzustellen, wird mittels einer Prozedur namens HSDPA serving cell change durchgeführt, was einem Handover mit minimaler Unterbrechung gleich kommt.

Von einigen der Mobilfunkanbieter wird es bereits heute zur Verfügung gestellt und revolutioniert die Handywelt. Vodafone beispielsweise vermarktet HSDPA bereits heute, allerdings als UMTS-Broadband. Bereits im November 2007 war HSDPA über Vodafone für rund 80% der deutschen Bevölkerung verfügbar. Auch T-Mobile und O2 haben ihr UMTS-Netz mit HSDPA ausgerüstet. Aber auch die anderen europäischen Länder ziehen nach. Sowohl in Österreich als auch in der Schweiz haben bereits verschiedene Anbieter ihr UMTS-Netz bereits auf HSDPA erweitert. Das Angebot erfolgte dabei zunächst ohne zusätzlichen Aufpreis, ähnlich wie bei der geplanten Videotelefonie. Ob dies jedoch auch zukünftig so bleibt, wird sich erst zeigen, wenn die Akzeptanz der HSDPA-fähigen Endgeräte in der Bevölkerung nachweislich angestiegen ist.